Konkreter Rahmen

  1. Alle Veranstaltungen werden – jenseits von real anfallenden Kosten (für Übernachtung, Verpflegung, Raummiete) – ohne fest vereinbarten Ausgleich angeboten. Jede Teilnehmende kann dann das geben (giving back), was sich für sie richtig anfühlt  – je nachdem, wie die Veranstaltung ihr Leben bereichert hat und entsprechend ihrer Möglichkeiten (pay what feels right). Den Veranstaltenden steht es natürlich frei, auch vorher bereits transparent zu machen, dass sie definitiv keinen (monetären) Beitrag möchten.
  1. Interessierte TeilnehmerInnen melden sich zu den Veranstaltungen bei den jeweiligen Veranstaltenden direkt an. Diese machen in ihren Ausschreibungen ihre Voraussetzungen für die Teilnahme klar, und weisen in jedem Fall deutlich auf ggf. anfallende reale Kosten hin, die in jedem Fall auszugleichen sind.
  1. Während der Veranstaltungen wird selbst das „Geben und Nehmen“ und die Schenkökonomie thematisiert. Leitfragen könnten dabei sein:
  • Was bewegt mich als Veranstaltende, etwas zu schenken und solch ein Angebot zu machen?
  • Wie geht es mir als Beteiligte/r mit diesem Angebot – ist da Freude oder Angst?
  • Was brauche ich als Veranstaltende bzw. Teilnehmende/r, damit es für alle stimmt. Gibt es Wünsche und konkrete Bitten aneinander?
  1. Was die einzelnen zurück geben wollen, kann auch (z.B. auf einer Liste) offen gelegt werden. So wird das „Geben und Nehmen“ transparent – und kann wiederum Teil des gemeinsamen Lernens und der Begegnung werden. Vielleicht wird auch dies selbst wieder zum Thema, wenn es bei jemand etwas auslöst oder Fragen aufwirft. Alles kann eine gute Gelegenheit bieten, über berührte Gefühle und Bedürfnisse rund ums Thema „Geben und Nehmen“ in den Austausch und in Verbindung zu kommen.
  1. Die Veranstaltenden tauschen sich über Erfahrungen in ihren Veranstaltungen aus, u.a. über den Umgang mit herausfordernden Situationen – wenn z.B. das ungewohnte Setting und Transparenz auch starke Gefühle wie etwa Scham auslösen.