Was ist Schenkökonomie?

Vielleicht hast du schon die Zitate auf dem Slider der Startseite gelesen? Diese vermitteln eine Idee des neuen „Gebens und Nehmens“, um das es in der Schenkökonomie geht, wie wir sie hier bei GFK FÜR ALLE praktizieren wollen. Einige wesentliche Punkte dabei sind:

„Das Herzstück der Schenkökonomie bildet das Entkoppeln von Geben und Nehmen.“ (Miki Kashtan)

„Die Idee, vereinfacht gesagt, besteht darin, aus der Fülle heraus zu leben, von einem Platz, wo du deine Zeit, deine Fähigkeiten und deine Leidenschaft gibst, und andere etwas zurück geben (in Geld oder sonstwie) was immer sich richtig für sie anfühlt. Kein weiterer Vertrag, kein fester Preis. Stattdessen, viel mehr Liebe für die Arbeit und tiefere Verbindung zwischen den Menschen.“ (Frederic Laloux)

„Ich möchte anerkennen, dass schon allein die Einladung an Menschen, sich auf solche Experimente einzulassen, viel von ihnen verlangt ist. Es ist nicht weniger als die Einladung, die vorherrschende Weltsicht in Frage zu stellen…“ (Miki Kashtan)

„Im Idealfall bringt der freiwillige und wiederkehrende Austausch von Geschenken Vermögen in Umlauf, wirkt vermögensumverteilend innerhalb einer Gemeinschaft und führt zur Ausbildung sozialer Bande und Verbindlichkeiten.“ (Charles Eisenstein)

Einen grundlegenden Artikel von Miki Kashtan haben wir (ins deutsche übersetzt) als Blogartikel veröffentlicht: Das Unmögliche braucht etwas Zeit. Der beleuchtet sehr umfangreich mögliche Hindernisse und Schwierigkeiten, die uns auf dem Weg zur Schenkökonomie begegnen (können).

Im folgenden noch der Hinweis auf ein ganzes, grundlegendes Buch, ein Zitat von Marshall Rosenberg zum Thema Geld, und die Links auf Wikipedia-Einträge. Zukünftig wird es auch zunehmend hier auf der Webseite Blogartikel zu diesem Thema und real gemachten Erfahrungen geben.

Ein Vordenker der Schenkökonomie ist Charles Eisenstein. Er hat ein Buch geschrieben, welches im deutschen Titel sehr deutlich macht, worum es in der Schenkökonomie geht – und was das auch mit der GFK zu tun hat: „Ökonomie der Verbundenheit“ (hier online zu lesen in verschiedenen Sprachen) – im Original heißt das Buch übrigens Sacred Economy. Eisenstein stellt seine Ideen zu alternativem Wirtschaften und der Schenkökonomie hier in einem kleinen Video vor (3,5 Minuten):

Ein neues Geben und Nehmen lag natürlich auch Marshall B. Rosenberg am Herzen. Auf einem Vortrag in München 2005 sagte er einmal:

… stell sicher, dass alles, was du tust, dein Bedürfnis erfüllt, das Leben zu bereichern. Sorge dafür, dass du niemals irgendetwas für Geld tust. Empfange Geld, um das zu tun, was dir Sinn gibt, aber arbeite niemals für Geld. Das ist eine andere Art auszudrücken: Mach niemals etwas, was nicht Spiel ist (that isn’t play), denn es wird Spiel sein, wenn es dein Bedürfnis nach Sinn erfüllt.“ (Übersetzung G. Lorenz)

Weitere Infos zur „Schenkökonomie“ auf Wikipedia: deutsch oder englisch (gift economy)